Ich bin gerne alleine. Du auch?
Viele bewegt die Frage: „Ist es ungewöhnlich oder sogar problematisch, gerne alleine zu sein?“
Klare Antwort darauf: Nein, ist es nicht. Zeit alleine verbringen zu wollen, zählt zu den normalen menschlichen Bedürfnissen und ist nichts, weswegen Du Dir komisch vorkommen oder Dich gar schämen musst.
Die Vorstellung von einem „guten Alleinsein“ gibt es schon lange. Künstler, Dichterinnen und Denker haben schon immer leidenschaftlich argumentiert, dass allein verbrachte Zeit unerlässlich sei: Man lernt, sich selbst zu verstehen, kann sich besser erholen, und es lässt die Kreativität sprühen.
Doch leider wird sich beim Thema „alleine sein“ häufig einseitig auf die negativen Seiten und die Risiken fokussiert. Erst recht seit den Pandemie-Jahren, in denen psychische Probleme durch erzwungene Einsamkeit gestiegen sind. Das verschleiert die Tatsache, dass Alleinsein gut und wichtig sein kann.
Bevor Du weiterliest, eine Erläuterung: Ich beziehe mich in meinem Artikel auf ein freigewähltes Alleinsein. Das ist wichtig für das Verständnis meines Artikels, denn ich gehe auf das Bedürfnis ein, gerne alleine zu sein, als Lebensstil und Persönlichkeitsmerkmal.
Warum Alleinsein oft missverstanden wird
Alleinsein wird meist „entweder – oder“ betrachtet.
Entweder wird es verklärt (der romantische Dichter, der alleine in seinem Kämmerlein im Bett liegt und bei Kerzenlicht schreibt) und ausschließlich einer künstlerischen Avantgarde zugebilligt. Was nicht verwundert, denn die Mehrheit der Dichter, Romanautoren und Komponisten – und in geringerem Maße auch der Maler und Bildhauer – verbringt zwangsläufig einen Großteil ihrer Zeit allein. Es gehört zu ihrem Job.
Oder es wird rein negativ assoziiert und mit Einsamkeit, Grübelei oder Außenseitertum gleichgesetzt. Diese Darstellung überwiegt meist, wenn darüber geredet wird. Alleinsein hat daher eher einen schlechten Ruf. Natürlich kann Einsamkeit selbst für diejenigen, die das Alleinsein genießen, manchmal schwierig sein. Wäre das ausschließlich so, müsste man sich durchaus Sorgen machen, denn Einsamkeit kann zu Depressionen und anderen ernsthaften psychischen Problemen führen.
Aber: Alleinsein tut gut und ist besser als sein Ruf. Darüber möchte ich in meinem Artikel schreiben. Er soll ein „Plädoyer fürs Alleinsein“ sein. Doch: Um die positiven Effekte des Alleinseins genießen zu können, muss man sich bewusst dafür entscheiden – sonst kann es belastend werden. Außerdem hängt es vom Persönlichkeitstyp ab, inwiefern Alleinsein für Dich notwendige Erholung ist oder Du es als kräftezehrend empfindest.
Gesellschaftliche Normen und sozialer Druck prägen ein einseitiges Bild
Um als Mensch zu überleben, sind wir auf die Gemeinschaft angewiesen. Allein zu sein konnte über viele Jahrhunderte gefährlich sein oder sogar den Tod bedeuten, nur in der Gemeinschaft konnte (und kann) der einzelne Mensch überleben. Was unter anderem zur mittelalterlichen Strafe führte, Menschen aus der Gemeinschaft auszustoßen (oder verschärft, als „vogelfrei“ zu erklären).
Trotz allem gab es immer schon Menschen, die gerne allein waren. Oft wurde sie jedoch als absonderlich, als Außenseiter oder gar als unsozial oder arrogant angesehen. Das hat zu gesellschaftlichen Normen geführt und den Zwang, sich einzufügen, verstärkt. Bis heute ist das so: Wer hat nicht schon mal erlebt, dass Menschen, die alleine in einer Kneipe am Tresen sitzen, erst recht, wenn es Frauen sind, schief angesehen oder im besten Fall mitleidig beäugt werden?
Verstärkend kommt hinzu, dass es mittlerweile immer mehr wissenschaftliche Studien gibt, die untersuchen, wie es sich auf Menschen auswirkt, einsam zu sein. Meist – und das ist weder verwunderlich noch eine Überraschung – mit negativem Ergebnis, wie diese Studie eindrücklich zeigt: In einem Experiment untersuchten der Psychologe Timothy Wilson und seine Kollegen, wie es Menschen geht, die 15 Minuten lang in einem Raum mit geschlossener Tür saßen, alleine mit ihren Gedanken, ohne Ablenkung. Das Einzige, was sie hätten machen können: sich einen unangenehmen Stromschlag verpassen. Viele von diesen Testpersonen hatten eine so große Abneigung gegen die Erfahrung des Alleinseins, dass sie lieber das Angebot annahmen, sich schmerzhafte Elektroschocks zu verabreichen, als alleine mit ihren Gedanken auf einem Stuhl zu sitzen [1] (zwei Drittel der Männer und ein Viertel der Frauen).
Solche Studien verstärken den schlechten Ruf des Alleinseins. Obwohl sie wahrscheinlich mehr darüber aussagen, wie Menschen mit Langeweile (die im digitalen Zeitalter fast vollständig verlernt wurde) umgehen, als darüber, wie ihre typischen Erfahrungen mit dem Alleinsein sind. Außerdem handelt es sich hier um erzwungene Einsamkeit, kein frei gewähltes Alleinsein.
Kein Wunder also, dass viele mit „Alleinsein“ verstärkt Einsamkeit, Isolation oder einen Mangel an sozialen Kontakten verbinden. Und sich fragen, ob es normal ist, alleine sein zu wollen. Doch alleine zu sein, heißt nicht, einsam zu sein.
Der Unterschied zwischen Alleinsein und Einsamkeit
Einsamkeit und Alleinsein sind NICHT das selbe.
Alleinsein, so wie ich es verstehe, ist eine bewusste, selbst gewählte Zeit für sich, ohne Menschen um einen herum. Während Einsamkeit meist ein schmerzhaftes Gefühl von Getrennt-sein beinhaltet. Wir können wunderbar alleine sein und uns überhaupt nicht einsam fühlen.
Sich nicht einsam zu fühlen, ist genau wie Sozialkontakte zu haben, wichtig für unser Wohlbefinden. Deshalb darf man auch die Entscheidung, Zeit mit sich selbst zu verbringen, nicht mit gesundheitsschädlicher Einsamkeit gleichsetzen.
Für 30% der Menschen ist es normal, gerne alleine zu sein – Introversion und der „soziale Akku“
Alleinsein wirkt sich auf Menschen unterschiedlich aus. Eine der Big5-Eigenschaften in der Psychologie, wenn es um die Persönlichkeitsstruktur geht, ist die Skala zwischen Extraversion und Introversion.
Das Lexikon der Psychologie von Dorsch/Hogrefe gibt eine kurze und knappe Erläuterung der Begriffe „Extraversion“ und „Introversion“. Es gibt keine hundertprozentig genauen Zahlen. Die Schätzungen der Forschung sagen aber, dass zwischen 30 und 50 Prozent der Menschen introvertiert veranlagt sind.
Als ich anfing, mich mit dem Thema zu beschäftigen und herausfand, dass ich sehr introvertiert bin, half mir folgende Eselsbrücke, mir den Unterschied zu verdeutlichen: Extrovertierte haben einen Anrufbeantworter, um ja keinen Anruf zu verpassen. Introvertierte, um erst mal zu hören, wer da anruft und was die Person will. Was nichts mit Schüchternheit zu tun hat, sondern damit, dass Introvertierte gerne erst nachdenken, bevor sie reden – wobei man Extravertierten nachsagt, sie würden erst reden und dann denken. 😉
Gerade für Introvertierte ist Alleinsein nicht nur normal, sondern fast schon lebenswichtig, denn sie tanken Energie im Alleinsein. Wenn sie dagegen unter Menschen sind, wird ihnen Energie entzogen. Das ist per se nicht schlimm, nur wenn es einen gewissen Grad überschreitet und keine Möglichkeit mehr bleibt, Energie zu tanken, ist der Akku irgendwann leer.
Warum es normal, gesund und wichtig ist, alleine zu sein – für die, die es mögen
Es wird also selten über die positiven Effekte des Alleinseins berichtet. Dabei werden diese seit Längerem wissenschaftlich untersucht. Denn: Alleinsein schafft Raum für Selbstbegegnung, innere Klarheit, Erholung und Kreativität [2], unterstütz die Selbstregulation [3], stärkt die Selbstwahrnehmung [4] und das Selbstvertrauen. [5]
Allein zu sein ist die Voraussetzung dafür, zu sich selbst zu finden. Es bietet Dir die Möglichkeit, mit Dir selbst zusammen zu sein. Studien zeigen: Wer gerne alleine ist, fühlt sich freier von sozialem Druck, entscheidet weitestgehend selbst und steht fester auf den eigenen Beinen [6], was oft mit einem Gefühl der Freiheit verbunden wird. Gleichzeitig bietet Dir das Alleinsein, Zeit zur Selbstreflexion, vergangene Erfahrungen zu durchdenken, zukünftige zu planen oder einfach im Moment zu sein und wahrzunehmen, was gerade passiert. [7]
Außerdem erlaubt Dir die Zeit alleine, Dich von den Ansprüchen anderer um Dich herum zu erholen. In Anlehnung an die Perspektive des Soziologen Erving Goffman, der die Metapher einer Theaterbühne nutzt, um dies zu erklären, könnte man es so formulieren: In Gegenwart anderer stehst Du „auf der Bühne“ – Du überlegst also ständig, wie andere Dich sehen, was sie über Dich denken und wie sie auf Dich reagieren könnten. [8] Du trittst gewissermaßen auf dieser Bühne auf, und das erzeugt Druck. Allein bist Du dann, wenn das Publikum gegangen ist und Du „abgetreten“ bist. Abseits der Bühne fürchtest Du weder Beobachtung noch Bewertung. Du musst Dich auch nicht sozial engagieren. So wird Alleinsein zur Freiheit von gesellschaftlichen Ansprüchen – zur Freiheit, Dein wahres Selbst zu sein.
Alleinsein hilft Dir, Deine Gefühle und emotionalen Zustände zu regulieren. Forschungen haben gezeigt, dass alleine verbrachte Zeit hochintensive Gefühle wie Wut oder Nervosität reduzieren kann. Wenn Testpersonen 15 Minuten alleine und ohne Smartphone auf einem Stuhl saßen, wurden sie ruhiger. Starke Gefühle wie Wut verloren an Intensität. [3] In einer Studie war die beruhigende Wirkung des Alleinseins auch eine Woche später noch spürbar. Die Mechanismen, die diesen Effekt verursachen, sind noch nicht genau verstanden – aber es scheint, dass Alleinsein helfen kann, hochintensive Emotionen „auszuschalten“. Das passt zur Vorstellung, dass allein verbrachte Zeit Erholung und Entspannung bietet.
Kraftquelle Alleinsein – auf die richtige Balance kommt es an
In der Ruhe liegt ganz sicher die Kraft. Nicht nur Introvertierte brauchen „me-time“, wir alle brauchen sie hin und wieder. Entscheidend ist jedoch die richtige Mischung und die sieht nicht für alle gleich aus. Für Wohlbefinden und Erholung ist es wichtig, die richtige Balance zwischen Zeit alleine und Zeit in sozialen Interaktionen zu finden.
Gerade ältere Erwachsene profitieren von Zeit für sich allein, weil sie viel auf der oben beschriebenen „Theaterbühne“ stehen und viele verschiedene Rollen erfüllen müssen. [9] Sie leisten viel, tragen viel Verantwortung und sehnen sich nach mehr Raum für sich selbst. [10] Außerdem ist es ganz natürlich – und eine ganz normale Entwicklung im Leben –, mit fortschreitendem Alter weniger das Bedürfnis nach sozialen Kontakten und gesellschaftlichem Austausch zu haben [11] (selbst wenn die Werbung uns ein anderes Bild vom Altern vorgaukelt, in dem die „20-jährige Rentnerin“ angepriesen wird, um uns irgendetwas zu verkaufen).
Praktische Impulse: Wie Du Alleinsein bewusst genießen kannst
Wohltuendes Alleinsein findest Du vor allem draußen in der Natur. Oft ist es gar nicht so schwer, Alleinsein im Alltag zu kultivieren:
- Die Mittagspause alleine im Park verbringen.
- Kurze Spaziergänge durch die Natur auf dem Nachhauseweg.
- Nach einer Erledigung nicht gleich nach Hause düsen, sondern einfach noch 5 Minuten im Auto sitzen bleiben und aus dem Fenster schauen.
- Alleine durch die Stadt flanieren und in einem Café einfach mal nur sitzen und nichts anderes tun.
Matthew Bowker, der viel über „solitude“ geforscht hat, plädiert für eine schrittweise Annäherung an das Alleinsein.
Dem kann ich nur zustimmen. Buche also nicht gleich den dreiwöchigen Aufenthalt in einem Schweige-Retreat abseits jeglicher Zivilisation, sondern probiere kleine Dinge in kleinen Schritten aus.
Und fühle dabei immer gut in Dich rein, wie welche Situation auf Dich wirkt; erst recht, wenn Du es zum ersten Mal ausprobierst.
Frag Dich: Fühle ich mich nach frei gewählter Zeit alleine klarer und zufriedener? Dann spricht das für ein gesundes Bedürfnis und eine gute Balance. Fühlst Du Dich danach eher leer oder traurig, muss das nicht gleich bedeuten, dass Alleinsein für Dich nichts ist. In so einem Fall lohnt sich ein genauerer Blick, um diese Gefühle zu ergründen.
Journaling-Impuls: Finde die für Dich richtige Balance zwischen Alleinsein und Gesellschaft
Um herauszufinden, welche Balance zwischen Alleinsein und in-Gesellschaft-sein für Dich gut ist, beobachte Dich eine Woche lang.
- Schreib am Ende eines jeden Tages auf, wie viel Zeit Du an diesem Tag alleine und wie viel mit anderen verbracht hast.
- Reflektiere danach, wie Deine Stimmung war.
- Du kannst positive Emotionen wie glücklich, ruhig und aufgeregt aufschreiben. Aber auch negative Emotionen wie traurig, ängstlich, und wütend.
- Notier Dir abschließend, wie intensiv Du ein Gefühl von Einsamkeit verspürt hast. Oder wie stark Dein Wunsch war, mehr Zeit mit anderen zu verbringen.
- Genauso notierst Du Dir, wie ausgeprägt Dein Bedürfnis war, mehr Zeit alleine und weniger Zeit mit anderen verbringen zu wollen.
Alleine die Reflexion darüber, wie Du Deine Zeit verbringst und Dich dabei fühlst, kann Verhaltensmuster und Emotionen sichtbar machen. Das kannst Du nutzen und bei Bedarf Deinen Alltag anpassen, um ein besseres Gleichgewicht zu finden.
Fazit: Gerne allein zu sein ist normal! Das zu akzeptieren bringt innerer Freiheit.
Ich habe erst mit Anfang 40 herausgefunden, dass ich eine ausgeprägt introvertierte Person bin. Die Jahre davor haben mich enorm viel Energie gekostet, da ich zum einen dachte, mit mir stimme etwas nicht. Zum anderen dachte ich, ich müsste mich genauso extrovertiert verhalten, wie es der Mainstream anpreist.
Heute weiß ich zum Glück, dass mein Bedürfnis nach Ruhe und Tiefe vollkommen normal ist. Nicht für jeden Menschen, aber eben für mich. Ich bin super gern allein, ich brauche diesen Raum der Selbstbegegnung und der inneren Orientierung. Darüber schreibe ich in meinem Artikel „Warum Nichts-Tun im Wald so viel mit innerer Klarheit zu tun hat“. Es ist für mich wichtig, ohne Druck oder Erwartungen von außen und ohne funktionieren zu müssen, einfach mal Muße zu haben und Löcher in die Luft gucken zu können.
Alleinsein ist ein Geschenk an Dich selbst – eine Möglichkeit, Deine innere Stimme zu hören, Kraft zu schöpfen, zu wachsen. Es ist eine Möglichkeit der stärkenden Selbstfürsorge. Erst recht, wenn Du auf der Suche nach Dir selbst bist und Dich in Dich vertiefen möchtest.
Denn bewusstes Alleinsein fördert eine Haltung, in der man sich selbst mehr und mehr vertraut und immer weniger von außen abhängig ist. Das stärkt die eigene, innere Kraft, gibt gedankliche Orientierung und fördert die Kreativität – alles wichtige Voraussetzungen, die es ermöglichen, das eigene Leben selbstbestimmt zu gestalten.
In ihrem Buch „Auf die Füße, fertig, los!“ widmet Annabel Streets dem Alleine-unterwegs-sein deshalb ein eigenes Kapitel. Auch für sie ist Alleinsein enorm wichtig. Sie schreibt: „Sind wir allein in der Natur unterwegs, setzen wir uns eher damit auseinander, wer wir sind.“
Sei gegrüßt,
Deine Dagmar
wissenschaftliche Quellen
[1] Wilson, T. D., Reinhard, D. A., Westgate, E. C., Gilbert, D. T., Ellerbeck, N., Hahn, C., Brown, C. L., & Shaked, A. (2014). Just think: The challenges of the disengaged mind. Science, 345(6192), 75-77. https://www.science.org/doi/10.1126/science.1250830
Zitiert im „Science Magazine“ https://www.science.org/content/article/people-would-rather-be-electrically-shocked-left-alone-their-thoughts und im „Spektrum der Wissenschaft“https://www.spektrum.de/news/lieber-elektroschocks-als-nichtstun/1299049
[2] Long, C. R., & Averill, J. R. (2003). Solitude: An Exploration of the Benefits of Being Alone. Journal for the Theory of Social Behaviour, 33(1), 21–44. https://www.researchgate.net/publication/227867774_Solitude_An_Exploration_of_Benefits_of_Being_Alone
[3] Nguyen, T. T., Ryan, R. M., & Deci, E. L. (2018). Solitude as an Approach to Affective Self-Regulation. Personality and Social Psychology Bulletin, 44(1), 92–106. https://doi.org/10.1177/0146167217733073 Frei zugänglicher Volltext: https://selfdeterminationtheory.org/wp-content/uploads/2018/05/2018_NguyenRyanDeci_PSPB.pdf
[4] Nguyen, T. T., Weinstein, N., & Ryan, R. M. (2022). Who Enjoys Solitude? Autonomous Functioning (but Not Introversion) Predicts Self-Determined Motivation (but Not Preference) for Solitude. PLOS ONE, 17(5). https://doi.org/10.1371/journal.pone.0267185
[5] Nguyen, T. T., et al. (2024). Deconstructing Solitude and Its Links to Well-Being. Social and Personality Psychology Compass. https://compass.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/spc3.70020
[6] Naor, L., & Mayseless, O. (2020). The Wilderness Solo Experience: A Unique Practice of Silence and Solitude for Personal Growth. Frontiers in Psychology, 11, 547067. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2020.547067
[7] Weinstein, N., Hansen, H., & Nguyen, T. (2023). Who Feels Good in Solitude? A Qualitative Analysis of the Personality and Mindset Factors Relating to Well-Being When Alone. European Journal of Social Psychology. https://doi.org/10.1002/ejsp.2983
[8] Goffman, E. (1959). The Presentation of Self in Everyday Life. New York: Doubleday Anchor Books. (Britische Erstausgabe: Edinburgh, University of Edinburgh Social Sciences Research Centre, 1956.) Verfügbar unter https://archive.org/details/presentationofs00goff
[9] Larson, R. W. (1990). The Solitary Side of Life: An Examination of the Time People Spend Alone From Childhood to Old Age. Developmental Review, 10(2), 155–183. https://doi.org/10.1016/0273-2297(90)90008-R
[10] Lay, J. C., Pauly, T., Graf, P., Mahmood, A., & Hoppmann, C. A. (2020). Choosing Solitude: Age Differences in Situational and Affective Correlates of Solitude-Seeking in Midlife and Older Adulthood. Journals of Gerontology: Series B, 75(3), 483–493. https://doi.org/10.1093/geronb/gby044
[11] Carstensen, L. L. (1992). Motivation for Social Contact Across the Life Span: A Theory of Socioemotional Selectivity. Nebraska Symposium on Motivation, 40, 209–254. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/1340521/
